Die Spaziergänge

...dem Unscheinbaren auf der Spur...

die Kröte

Fritz deutschlanD e.V. unterwegs...

Der Fritz deutschlanD e.V. belebt seit 2012 so manchen Sonntag mit diversen Spaziergängen zur Erkundung unserer nächsten Heimat.

Unser Augenmerk: Orte, die man nicht braucht, vergessene Orte, übersehene Orte.

Das Unspektakuläre bleibt, wie es ist, aber wir nehmen es wahr.

Wo wir waren

Spaziergänge 2017

...dem Unsichtbaren auf der Spur... in 2017 spazieren wir weiter, rund um, in und unter Frankfurt am Main.

Zur Ankündigung

SPAZIERGANG #1

Monte-Monté-Montagne - Monte Scherbelino

Mit festem Schuhwerk sind wir etwa 10 Km von der Offenbacher Stadtgrenze via Monte Scherbelino und zurück spaziert.

Unweit des Monte Scherbelino konnten wir den (alpinen) Berg bereits durch die unbelaubten Bäume erkennen und eine magische Kraft zog uns ganz nah ran. Leider, leider ist weiträumig um den Scherbelino Sperrbezirk. Und doch öffnete sich eine Tür für uns, frei und herzlich durften wir am Bergfuß schnüffeln...

Betrachtung des Buchenpilzes

Spaziergang#6 - Mühlenspaziergang

"Ich sehe was, was nicht mehr ist" -  Mühlenspaziergang

"...Mühlenwanderweg Richtung Taunus nach Oberursel... ist abwechslungsreich und vor allem gibt es viel zu sehen, was überhaupt nicht mehr existiert... über 42 Mühlen... Erinnerungsarbeit... denn so, wie hier eine ganze Industrieleistung, ein Handwerk, eine Technologie verschwunden ist, so werden bald auch wir als Teil von einem bestimmten beruflichen Umfeld nur noch Geschichte sein..."

Die Teilnehmer: Passionierte Müller, Frau Ölschläger, Madame Meunier, Mister Miller, Herr/Frau Müller, Herr Müllner, Herr Kupferschläger, Frau Mühlrad…...
Die Mühlen: Papier-, Getreide-, Walk-, Schlagmühlen – ehemals über 42 an der Zahl. –Es waren große und kleine Wassermühlen (Schaufelräder), die die Mühlsteine, Hammer und Pressen angetrieben haben. Man kann sich das laute und emsige Treiben lebhaft vorstellen.
Heute erinnert die Anordnung von Feldern und Wiesen an die früheren Mühlräder, von Zeit zu Zeit hört man das Lied der schönen Müllerin und eine leise Stimme erzählt die Busch Moritat der braven Müllerin.

Wir bedanken uns herzlich für den Spaziergang bei Petra!

Spaziergang #5 - TaschenSpiegelTrick

Mit dem Fritz deutschlanD e.V. spektakulär ins unspektakulär Spektakuläre spazieren

 

Spaziergang #5 "kcirtlegeipsnehcsaT"

31. 07. 2016 - Spiegelung, Zerrbilder, Reflexion

Wie ist es denn, wenn man die Stadt nicht als Transitstrecke, sondern als Detailausschnitt durchwandelt? Das ist ein großer Spaß, vor allem wenn man sich, wie die Spaziergänger es am So. den 31. Juli getan haben, einer Besonderheit widmet, den Zerrbildern. Viele Glasfassaden und Schaufenster bieten ein lustiges, verzerrtes Spiegelbild. Auf den Jahrmarkt braucht man nicht zu gehen, amüsieren kann man sich auch mit den dicken Köpfen, kurzen stämmigen Beinen und Biegungen vor der Tür… ...

Spaziergang #4 - Siedlung

Strecke

Ausgangspunkt des Spaziergangs ist die Eissporthalle in Ffm.

Die Strecke
1. Die Eissporthalle. 2. Ansicht ist die Autobahnbrücke – bzw. ein Teilstück , die Überbrückung des Erlenbruchs an der Haltestelle Johanna Tesch Platz. 3. Pestalozzischule in der Vatterstraße. 4. Teil der Siedlung Riederwald aus den 60ern in der Vatterstraße. 5. Siedlungbebauung Höhe Lahmeyer/Erlenbruch. 6. Mitte Riederwaldsiedlung Höhe Friedrichstr. 7. Blick in die Karl Marx Str. 8. Raiffeisenstr/Motzstr. Ensembleansicht mit Kirche. 9. Raiffeisenstr. ab Schäfflerstr. 10. Max Hirschstr. Ende am Johanna Tesch Platz.

Streckenbeschreibung

Eissporthalle
Bau: 70er Jahre. Funktion: Sport – und Veranstaltungsgebäude von der Architekten- und Ingenieur-Gemeinschaft Heil (Frankfurt) & Deyle - (Stuttgart) geplant.
Der Eingang ist erhoben. Die Eissporthalle liegt klotzig in Beigegelb mit magentafarbenen, postmodernen Akzenten an Tür- und Fensterrahmen auf ihrem Platz. Das Dach tritt bullig als Herhebung hervor. Die Gebäudewand (Fassade) erscheint im Wellblech (ich nenne das Mäanderblech). Die Fassade wirkt fast improvisiert bzw. als würde der Bau jeder Zeit, schnell abgebaut werden können. Mobilität – Aufbruch – Moderne. Enterprise.
Es geht weiter über einen kleinen Weg zwischen Schrebergärten und dem Stadion Bornheimer Hang bis zum Erlenbruch. Über den führt, auf der Höhe der Haltestelle Johanna Tesch Platz, die Autobahn in einer weiten Brücke aus Beton. Dieser Brückenabschnitt überquert bedrohlich niedrig und massiv verschiedene Verkehrswege. Die Brücke wird von 20 fetten, geriffelten, grauen Betonsäulen getragen.
Fußweg neben Erlenbruch: "Wegidyll" - am Ende biegen wir links in Richtung „Eintracht“ – (Riederwaldstadion), Straßenbahndepot ab und gelangen nach wenigen Metern auf die Vatterstraße.
Und hier steht ein Kleinod, buchstäblich in der 2. Reihe. Die Pestalozzischule. Gebaut von Otto und Eduard Fucker, Karl Moritz, Franz Thyriot und Martin Elsaesser im Bauhausstil (mit Stilerweiterung).
Die Schule ist ein „geschlossener Block“ bzw. ein Ensemble, bestehend aus dem Schulgebäude mit Innenhof und angeschlossenen Wohnungsbau. Klinker prägt die Fassade. Die Aufteilung in Vertikale und Horizontale Linien wird durch verschieden Details optisch hervorgehoben. Ich schaue auf ein großes Bild, das aus dem Spiel der Linien, Fenster, Nischen und Balkonen besteht. Die Gitterpforte als dekoratives, konstruktivistisches Detail ergänzt das Bild/Motiv.
Auf der Stirnseite im Innenhof des Gebäudes hängt eine große schlichte Uhr mit römischen Ziffern (Kupfer?).
Betrachtung von der Straßenseite: „Burgenanlehnung“ - was durch Muschelkalksockel die leicht nach vorne gewölbt sind und die verstärkten Gebäudeecken (wie eingelassene Pfeiler) hervorgerufen wird.
Die lineare Erscheinung ist hier, auf der Außenseite durch wiederkehrende Bogenhalbfenster unterbrochen. Das Gebäude hat 3 hohe Geschosse. Mittig auf dem First ist ein kleines Glockentürmchen.
Auf der Vatterstraße geht es weiter – hinter die Pestalozzischule…
Der Komplex erweitert sich auf der Rückseite durch einige angeschlossene Wohneinheiten. Gegenüberliegend, auf der Vatterstraße, sieht man einen Wohnkomplex in U Form. Die Seitenflügel sind 2 Geschossig, der Mittelteil 4 Geschossig. Völlig im Grünen und vor allem unerwartet im Stil. Betonplattenbau., tiefe eingelassene Balkone. Das ganze hat etwas von einer Feriensiedlung.
Die Vatterstraße zieht sich weiter und wir stoßen auf eine Siedlung aus den 50er Jahren oder ende 60ern.
3 und 4 Geschossige Siedlungshäuser, mit Balkonen und zwischen den Gebäuden Wiesen. Die Gebäudeblöcke liegen in verschiedenen Richtungen zur Straße, die Eingänge machmal zur Straße, machmal zur Grünfläche. Hier stehen überall riesige Bäume rum. Auf den Wiesenstücken sind, fest verbaut, Wäschestangen und Sandkästen. Ich stelle mir vor, dass es hier zur Mittagszeit oder Sonntags nach Maggibraten riecht – übrigens ist die eine Seite der Siedlung renoviert, strahlt in hellem Grau und wirkt gestriegelt - anonym. Die andere Seite erscheint noch im Original senfgelb und blassgraugrün, abgewaschen - hat aber eine freundlichere Ausstrahlung.
Für mich ist die Siedlung wie eine Installation vieler in ihrer Größe einheitlicher Quader, die meine Aufmerksamkeit in die Höhe und Weite leiten. Aber auch eine gewisse Distanz, oder besser Einsamkeitsgefühl erzeugen.
5. Lahmeyerstraße/Riederwaldsiedlung:
(Die Riederwaldsiedlung entstand als Arbeitersiedlung in mehreren Abschnitten. Der Volks-, Bau- und Sparverein Frankfurt errichtete damals zweigeschossige Doppelhausgruppen mit hohen Mansardendächern im so genannten „Heimatstil". Dieser älteste, westliche Teil der Siedlung wurde im März 2006 unter Denkmalschutz gestellt. Expressionistische Mehrgeschosshäuser, durch deren torartige Durchgänge man die Siedlung  betreten kannt, sind das Ergebnis einer weiteren Bebauung ab 1914 bis in die 20er, die nie vollständig realisiert wurde..
Die Komplettierung der bestehenden Bebauung zwischen 1926 - 27 wurde nach einem Gesamtentwurf von Ernst May und Herbert Boehm im Ostteil der Siedlung, vor allem um die Lassallestraße vorgenommen.)

Wir sind noch auf der Lahmeyer – dem östlichsten Teil der Siedlung.
Hier ist es „Bezüglicher“ als in dem anderen Siedlungsabschnitt.
2 Etagenhäuschen, 1 breites Fenster, daneben 2 schmale Fenster und oben auf ein kleines spitzes Dach. Vor den Häuschen kleine Gartenflächen, individuell angelegt. Hinter der Häuserreihe kleine Gärten mit schmalen Wäschegestellen – alles Miniatur.

Lahmeyer/Lassallestr. Über den Eingangstüren, die echt schmal sind, befinden sich (wie Heiligenfiguren in Nischen) aus Beton gegossene Figuren. Schwein, Hahn, Kind, Fuchs mit Beute. Über einem Torbogen, durch den man in die Hintergärten kommen kann, ist ein Mann der einen Stier festhält zu sehen. Es gibt noch einen Kater mit Beute (Ratten und Mäuse), einen Storch bzw. 2 Störche, einen Bär mit Honigwabe, einen Fisch (sieht aus wie ein Hecht). Hinter der Häuserreihe, auf den Wiesen stehen keine Wäschestangen, sondern Wäschespinnen – so viele wie Wohneinheiten vorhanden sind – auch als Miniaturen.
Es geht im ZickZack durch das Viertel. Beim Bäcker in der Raiffeisenstraße Pause. Hier am Eck, gleich neben der Bäckerei gibt es noch einen Schreibwarenladen, eine Apotheke, eine Bank und jeweils an den Straßenecken eine Kneipe. In Sichtweite, am Riederwaldrand ein Kiosk.
Blick zurück -  die Raiffeisen runter, an den Häuserzeilen entlang – die Gebäude sind 2 Geschossig, sie haben kleine Dächer und zitieren (sehr dezent) eine Expressionistische (Neobarocke – so bezeichne ich das) Stadthausansicht – für den „kleinen Mann“, die Arbeiterfamilie.
Schaut man in verschiedene Richtungen sieht man auch verschiedene Stile/Bauausführungen – Expressionistisch bis Bauhaus, die Verbindung liegt in der Ausrichtung auf die Wohn- und Lebensverbesserung der Arbeiterfamilien und der Kleinverdiener zu Anfang des letzten Jahrhunderts.
Erstaunlich finde ich, dass das Viertel als Einheit funktioniert – ursprünglich wurde es als sog. Gartenstadt geplant. Also, kleine Wohneinheiten mit viel grün . Anfang 1900 – also um 1910 wurde die Siedlung angefangen – Ihr erinner euch…
2-4 Geschosshäuser. Einzelgebäude und Gebäudezeilen mit hohen ausgebauten Dächern (Mansarden/Dachboden), alle Fenster haben Holzläden. Über den Hauseingangstüren sind kleine (wirklich kleine) Vordächer angebracht. Die Gebäude sind optisch, durch Geschossbänder aufgeteilt. Es gibt keine unnötige Verzierung – und dennoch wirken die Häuser dekorativ: Lediglich an manchen Dachseiten finden sich farbige Streifenakzente. Diese Gebäude, also die ersten der Siedlung verweisen noch auf den Jugendstil (Artdeko – Zitate, sehr zurückgenommen). Wenige Jahre später wurde die Siedlung durch kleinere Zeilen, noch schlichter ergänzt und in den 20ern durch die Bauhauszeilen erweitert bzw. erneuert.
Auffällig ist auch, dass es die Wiesen (wohl ursprünglich als Gemüsegärten geplant), noch gibt, auf die fest verankert die vielen Wäschestangen stehen.
Die Größe und die Ausrichtung der Gebäude wechseln regelmäßig, sodass eine dynamische, aufgelockerte Situation besteht.
Zum „Ausgang“ der Riederwaldsiedlung hin, am Johanna Tesch Platz sind bis zu 7 Geschossige Gebäude in den 70ern und 80ern dazugekommen, diese bilden die Randbebauung des Westteils, stehen also in der 1. Baureihe - uns hat die 2. Baureihe sehr gut gefallen...

Spaziergang #3 - Treppen

Treppe zur DomKuppel

Treppenspaziergang 29. Mai 2016

Erstiegen haben wir verschiedene Treppen in einem kleinen Umkreis rund um den Frankfurt Dom.

Steige, Stiege, Wendel-, Spindel-, Frei-, Steil-, Turm-, Eingangs-, Etagen-, Brücken-, Hafen-, Kellertreppe. Treppen mit und ohne Handlauf, mit hohen und niedrigen Stufen. Mit Treppen werden auf relativ kleinem Raum Höhen-, Niveauunterschiede überwunden. An manchen Treppen finden sich Schienen oder Rampen, die entsprechend steil und beschwerlich zu erklimmen sind – aber immerhin...

Treppen können dekorativen Charakter haben (aufjedenfall dekorative Elemente aufweisen) oder rein funktionale Anforderungen erfüllen. Von der Freitreppe bis hin zu Steige/Stiege gibt es eine große Vielfalt. Barrierefrei kann eine Treppe nicht sein – dafür gibt es die Rampen oder Schienen bzw. Aufzüge oder Lifts...

Wir haben keine repräsentative Prunktreppe gefunden, dafür aber viele Alltagstreppen (mit Rampen) deren Stufen verschieden hoch und unterschiedlich abgelaufen waren. Wir sind historische und moderne Treppen hinauf und hinab gelaufen, gehüpft und gestolpert.

Beendet wurde der Treppenspaziergang mit einigen Witzen – ja, mit Treppenwitzen – Stufenweise – abgeklatscht... und einem Gedicht von J. Ringelnatz.

...übrigens, die Domtreppe bis zur Spitze hochzugehen ist gar nicht so anstrengend...

Spaziergang #2 - Wahlspaziergang

 

Dem Unspektakulären auf der Spur - "Der Wahlspaziergang"

Treffpunkt: unter der Friedensbrücke (symbolisch zu Verstehen) zur Kommunalwahl in Hessen (mit aberwitzigem Ergebnis).

Stimmproben unter der Brücke: schallend, laut, Hochtönend.
Aufblick zur Plastik "Der Hafenarbeiter" (C. Meunier 1890). Kommentar von A.:"… der Mann hat eine extrem feminine, elegante Haltung…".

Kompakte Stadtansicht der gegenüberliegenden Seite. Betrachtung U. Rückriem Stehle. "Sprengung der Steinblöcke aus dem Bruch".

Holbeinsteg – ohne akustische Besonderheit – die Untersicht der Brücke wird als optischer Ersatz verstanden.

Interkonti – Fenstermengen auf verdrecktem Beton – im Ensemble der anliegenden Gebäude ist es ein guter Überblick städtischer Architektur.

Höhe Nizza bildet sich der nächste Gebäudeblock ab (spätes 19., frühes 20., ende 20. und frühes 21. Jahrhundert).

Untermainbrücke – sonorer Klang, wahrscheinlich entsteht der durch den Sandstein und den ausgewogenen Gewölberaum. Der Sandstein sieht übrigens blendend, sauber aus. Treppenaufgang: merkwürdiges Geländer mit Granitbalustern, die wie Schachfiguren aussehen.

Richtung Neue Mainzer Straße. Der Himmel zieht zu, was die Stadtansicht fast bedrohlich wirken lässt. Der Eingang zur Neuen Mainzer ist flankiert von einem der schönsten Gebäude Frankfurts (Nürnberger Versicherungshaus, ehemals Schweizer National Versicherung) und dem Maintor Panorama Turm – sieht aus als sei es die Architektensimulation. Im Gelände des Maintor Panorama: mehrere Wohnhäuser mit Schubladenbalkonen (Gesamteindruck – "Neosozialistischer Baustil" – befremdlich. Mitten drin eine sehr bunte Baugrube. Freier Blick (sensationell) auf das Schauspielhaus.

Eintritt in die Neue Mainzer: Regen und Hagelschauer, die Tropfen verschleiern den Blick in die Schlucht. Selbst Sonntags ist der Autoverkehr enorm. Reflektierend und Hoch, zieht sich die Reihe der frühen und späten Hochhäuser (1960ziger – 1999) die Straße entlang. Fast alle haben "Arkaden", die die Windverwirbelungen noch unangenehmer machen - aber vor dem Schneesturm schützen.

 

Leerstand in der "Kurve" – was ist hier los? Besetzung?

Ende der Neuen Mainzer, ende des Spaziergangs: Leerstand, ehemalige Mövenpick Pavillons und das gesamte Gebäude.

"Tanztee am Opernplatz" könnte der Projekttitel zur Belebung und Zwischennutzung der Pavillons heißen…

No #1 WEST SIDE SPAZIERGANG

31. Januar 2016

Start: Niddastraße. Wir stehen unter einem Arkadengang dessen architektonischer Charme nur schwer zu verstehen ist.  Über dem „Niddastraßendurchgang“, im Gebäude soll der Gründungsort der Eintracht liegen, wir sind beeindruckt diesen Ort gesehen zu haben.
Wir gehen durch das ehemalige Pelzhandelszentrum. Eine Uhr als Reminiszenz an die griechischen Pelzhändler, die Zeit ist abgelaufen, steht still.
Karlstraße, hier haben wir uns in den 90 ern viele Abende getummelt. Blick zurück über die Dächer Richtung Hohlbeinsteg.

Vorbei an der Oldenburg Krawatte in die Savignystraße. Vom nahegelegenen Westend Tower schaut Jesus auf die Straße hinab. Gehen am Jüdischen Zentrum vorbei, überqueren den Westend Platz und biegen in die Feuerbach ein. Besetzte Häuser – Vergangenheit, hier ruht die Geschichte hinter sanierten Fassaden. Wenn die Bettinaschule nicht eingepackt wäre, könnte man die verpackte Skulptur davor als Metapher verstehen.

Da erscheint es, eines der hässlichsten Gebäude Frankfurts, das Rhein Main Center, mit Uhr an der Spitze – und unter dem Gebäude liegt eine Baustellenbrache, mitten im Westend, mit offenem Zugang in eine ehemalige Tiefgarage – nix wie rein.

Überqueren, nach dem kurzen Tiefengang, die Bockenheimer Landstraße und biegen in die Freiherr v. Stein. Breit über „Eck“ liegt die Evangelisch-reformierte Gemeinde. Gehen an der Westend Synagoge vorbei, erbaut 1908 bis 1910, im Krieg zerstört und 1950 wurde sie nach provisorischer Renovierung wieder eingeweiht und von 1989 bis 1994 originalgetreu restauriert.
Die Straße wird von prächtigen Altbauten gesäumt, Leute sieht man nicht, hat was von großer Kulisse…

Gehen durch die Fürstenberg Straße und kaufen eine Häuserzeile, gerade vom Fleck weg.
Biegen in den Grüneburg Park, 29 Hektar. Der Grüneburgpark ist die größte Parkanlage innerhalb des Frankfurter Alleenrings; außerhalb sind der Niddapark (168 ha) und der Ostpark (32,16 ha) größer. Schlendern über die große Wiese (Matschacker) um uns den Ort des ehemaligen Rothschildschen Palais anzusehen. Von hier gehen wir die "Urlaubsstraße" (August Siebert Str.) – es könnte auch in Timmendorf sein - , bis zur Fürstenfeld runter und biegen in Richtung Uni ab.

IG Farbenhaus, heute Goethe Universität, erbaut von 1921-1931 nach Plänen von H. Poelzig, als Zentralverwaltung der IG Farben beeindruckt immer noch – eine der schönsten Uni’s im Land. Pause im Philosophencafe, dann geht es quer durch das, auch Sonntags belebte Gelände.
Den Rückweg nehmen wir über den Reuterweg, erfahren, dass die an der Straße liegenden Häuser noch in den 50er/60er Jahren alle Vorgärten hatten. Der ursprünglich von Reitern genutzte Weg erhielt seinen Namen 1846. 1888 erfolgte der Ausbau als Straße, wofür ein Teil des Rothschildparks verwendet wurde. Der Dramaturg und Schriftsteller Paul Kornfeld (1889–1942) lebte 1919/20 im Haus Nummer 75.

Wir beenden den ersten Spaziergang im Hof der Frankfurter Welle (wer sich bloß diesen Namen ausgedacht hat?). Kunst am Bau, wirkt hier leider etwas deplatziert – wie die gesamte Anlage etwas seltsam wirkt... Es Regnet...

2015 - Spaziergang No. 5 Bad Vilbel

"Wir rollen Frankfurt von Nordosten auf"

In einem Bogen um Ffm. gelangen wir mit der S-Bahn nach Bad Vilbel. Dort treffen wir 2 Mitspaziergänger.Bad Vilbel Bahnhof – hier erinnert ästhetisch nichts an einen Kur- und Quellenort. Brunnenhinweisplatten auf dem Boden finden wir überall. Hier hat es mal aus vielen Brunnen und Quellen gesprudelt.Von der Burgruine, deren Wassergraben wunderhübsche Herbstspiegelungen zeigt, gehen wir über die Nidda zum Brunnenmuseum. Das ist ein reizendes Fachwerkgebäude auf einem seltsam modernisierten Platz mit Brunnen, aus dem allerdings kein Trinkwasser kommt, schade wir hatten uns auf einen Schluck gefreut.Um den Brunnen stehen Bronzefiguren, die beim Schöpfen sind und in zeitgenössischen Wärmeschutz gehüllt sind (Strickbekleidung). Von hier gehen wir quer durch Bad Vilbel, Richtung Heilsbergsiedlung. Auf der Strecke finden sich Brunnen- und Quellenhinweise. Barockhäuser und Fachwerkhäuser, kleine und große, mit Spitz- und Tonnendach gibt es zu sehen. Einige Fassaden sind noch mit Eternit verkleidet. Es ist beschaulich.

Wir steigen langsam den Hügel zum Heilsberg rauf. Zwischen den Einzeln stehenden Gebäuden gibt es immer mal einen Fernblick Richtung Wetterau. Wir gehen durch eine ca. 60 Jahre alte „Kleinhaus“ Siedlung mit Bewohnern.
Eine steile Treppe führt uns in die Heilsberg Siedlung. Entstanden in den Endvierzigern als Siedlung für Kriegs Flüchtlinge. Hier oben, etwas weiter Richtung Lohrberg gibt es noch eine Sudetensiedlung und eine ehemalige Mormonen Siedlung.
Wir bleiben hier und spazieren durch den „Altbestand“ der hier und da durch Neubauten ergänzt ist. Wir sind im „Samland“ (Weg) Gebiet.
Wir erreichen den heiligen Stock. Eine weite Fläche mit Äckern, Streuobstwiesen und etlichen Wegen. Wir lagern und ruhen in der Sonne und gehen danach Richtung Berkersheim über eine Autobahnbrücke. Fernblick Taunus, Blumenwiesen, Acker, Apfelbäume, Koppeln – Idylle mit Sicht auf Frankfurt.

Rast in Berkersheim und durch die Abendsonne geht es mit der S Bahn wieder in die Stadt.

 

Spaziergang No. 4 Ostend

Ostendspaziergang am 28. Juni 2015 - Wo bin ich eigentlich Zuhause?

OBEN und UNTEN, LEISE und LAUT, KLEIN und GROß – auf der Spur des unspektakulären Details der Stadt. Die Schönheit ist gemeint, die ohne viele Worte, unentdeckt, durch Ritzen und Nischen fließt, alles durchtränkt und sich verliert ...
Die Geschichte eines Viertels ist eine Sache, die Gegenwart, der Moment eine andere ...

Beschreibung
Das Ostend gelegen zwischen Main und Sandweg wurde als Segment im Kranz der Vorstädte gegen mitte des 19. Jh. geplant und bis heute stetig erweitert und bebaut. Fläche: 643,3 Hektar. Einwohner: 26.955 Durchschnittsalter: 42,4 Jahre.
Charakteristik: Ambivalente Charakteristik. Wohngebiet ( Grünflächen, Siedlungsbau, große und kleine Mietshäuser, städteplanerisch und -baulich ca.120 Jahre) und ausgeprägtes Industriegebiet (Schienen- + Hafen + Handel und Finanzen – auch 120 Jahre).
Wir sind durch das recht beschauliche Wohnviertel des Ostends spaziert (Sandweg, oberes Ostend), das Viertel hat aber noch eine weitere, eine sehr prägnante Seite jenseits der Hanauer Landstraße (Industrie, Hafen, Finanzen, Kreativität, Kunst, Freizeit, Sport…).
Das Ostend hat keinen zentralen Bereich, keine „Ortsmitte“. Das Viertel ist, wie Westend und Nordend, eine klassische Stadterweiterung. Wohnbebauung vereinzelt nach 1841. Erste planvolle Bebauung durch gesetzliche Regelung ab 1849 (Sandweg, Hanauer Landstraße bis Ostbahnhof + Riedberg).

Strecke

Danziger Platz – Ostbahnhof – erbaut 1913.
Platz und Bahnhof waren ein wichtiges Verkehrs- und Anbindungszentrum.
Der Danziger Platz war ein Ort für Bahnreisende, Pendler, Anwohner. Bebaumt, mit Sitzgelegenheiten und freistehendem Kiosk. Geschäfte, Hotels, Cafe’s etc. säumten den Platz. Seit Jahren städtebaulich völlig aus den Fugen gerissen, wird der Platz seit 2013 durch den Frankfurter Garten (Interimsprojekt) aufgewertet und belebt. Erneuerung von Ostbahnhof, Platz und Straßenführung steht bevor.

 

Dörnigheimerstraße (Siedlungsbau 50er Jahre mit Grünstreifen und Spielplatz). Ein stilles Wohnblockgebiet.

Röderbergweg Richtung Bärenstraße. Bebauung Neoklassizismus + Nachkriegsmoderne. Ecke Bärenstraße ist der Dachbau einer alten Tankstelle vorhanden, zwei soziale Dienste sind in der Bärenstraße ansässig. Die kleinen Vorgärten hin zur Tiergartenstraße sind liebevoll bepflanzt.

Tiergartenstraße in Höhe „Giraffenhaus“. Baubestand Jahrhundertwende neoklassizist. Stil. Alter Baumbestand, Geruch von „wilden“ Tieren. Zoomauer.

Die Tiergartenstraße stößt auf die Bernhard Grzimek Allee mit Blickdurchbruch auf „Hinterhof Fassaden“ parallel der Hanauer Landstraße. Straßenbahnverkehr. Heinrich von Gagern Gymnasium (1887.  HvG u. a. Präsident der Frankfurter Nationalversammlung).

 

Alfred Brehm Platz (1887). Zoo Gesellschaftshaus (1875).

Zoo: 1874 Umzug von der Bockenheimer auf das Areal der Pfingstweide. Bauliche und planerische Veränderungen bis heute. Platz: Umliegende Bebauung der Mietshäuser um 1877 bis heute. Die Fontäne des Brunnens schießt weit in die Höhe, ein Ort der Kontemplation, eine Oase.
Weiter geht es in Richtung Sandweg auf einem kleinen Fußweg parrallel zur
Pfingstweidstraße, vorbei am ersten Frankfurter Turnverein von 1860, gegründet 1833 von August Ravenstein. Blick auf die alte Halle sowie eine Fachwerkfassade.

Zwischen Pfingsweidstr. + Fußweg, Neubebauung, Wohnnungen mit Spielwiese, belebte „Nest“ Situation.

Sandweg: ...gesetzliche planvolle Bebauung ab 1849 und Nachkriegsbebauung bis heute. Wohn- und Geschäftsstraße des Ostend.

Mousonstraße, Begrenzung des ehemaligen Fabrikgeländes Mouson. Fabrikanlage 1923/26 nach Plänen von J. G. Mouson gebaut (Seifen+ Parfümfabrik). Neubebauung Mousongelände in den 80ern (Altenwohnanlage).
Andere Straßenseite: 50er Jahre Bebauung mit stilistischen Eigenarten (Individualisierung). Ehemalige Handwerksbetriebe (Druckerei) in Hinterhäusern. Wirtschaftsgelände – Zoo Rückeingang.

Waldschmidtstraße, (reichlich Jahrhundertwende Stilbau), hoher, alter Baumbestand. Blick auf den „Mousonturm“ (Kultureinrichtung, Künstlerhaus seit mitte der 80er Jahre).
Gelände Naxosfabrik (Schleifmittel): 1906/07. Vor dem Hauptgebäude liegt eine Grünfläche mit Wasserbassin (überwuchert).
Besuch der Naxoshalle (Stahlkonstruktion, Stirnholzboden). Auf dem ehemaligen Werksgelände entstanden in den letzten Jahren Wohnhäuser, die maroden Fabrikgebäude wurden abgerissen. In der ehemaligen Fabrik ist eine Jugendeinrichtung, die Käs und im Hallengebäude das Theater Willi Praml untergebracht. Mouson und Naxos waren ein wichtiges „Schwungrad“ zur Entwicklung des Ostends nach 1900.
MousonTurm und die Naxoshalle sind heute zentrale Kulturorte für die gesamte Stadt.

 

Wittelsbacher Allee/Waldschmidtstraße, ein geschlossenes Siedlungsareal (80er Jahre) ein. Der Verkehrslärm ist verschwunden. Hier gibt es eine große Wiese mit altem Spielplatz und eine eingezäunte Sportfläche (rege Diskussion über die Nutzungsmöglichkeit der Wiese und Spielflächen, weil keine Kinder + Jugendliche zu sehen sind. Spekulation: Lärmempfindlichkeit der Anwohner).

Wir gehen einen Fußweg am Rande der Siedlung bis Jakob Carl Junior Straße, Bebauung 50er Jahre.
Habsburger Allee. Randbebauung, 1 bis 2 Familienhäuser Jh. Wende.

Überqueren den Alleenring (trassiert um die Jahrhundertwende).

Wittelsbacher Allee - Ostend. Mietshäuser etwa Anfang 20Jh. und Nachkriegsgebäude.

Freiligrathstraße. Bebauung50/60er Jahre. Spazieren hinter den Häusern zum Bunker, der völlig zugewuchert wie ein Dornröschenschloss erscheint und wahrscheinlich in den kommenden Jahren abgetragen wird. Hier soll Wohnraum geschaffen werden. Trotz des riesigen „Gebäudeglotzes“ ist hier eine „Oase“.

Brüder Grimm Straße, Reinganumstraße, Ruprechtstraße, Maximilianstraße. Um diese Straßen herum ändert sich das Viertel wieder stark. Reine Wohngegend. Baulicher Wechsel zwischen Jahrhundertwende bis Gegenwart, zwischen großen Mietshäusern und kleinen Familienhäusern, zwischen "geschlossenem" Siedlungsbau und einzelnen Gebäuden.

Bebauung zum Teil durch den Beamten Wohnungsverein Jahrhundertwende, 20er und Anfang bis Mitte 30er Jahre, Nachkriegszeit bis heute (z.b.Wohnblock des Justiz Wohnungsverein).

Saalburgallee (Bornheim). Rechtsseitiger Wohnungsbau 80er Jahre und früher.
Wittelsbacher-/Saalburg Allee sind extrem stark frequentierte Verkehrswege. Laut, staubig...

Ostpark (100 Jahre alter Volkspark), der heute noch vielfältig genutzt wird. Sport, Grillen, Chillen... Leider ist die Population der Gänse so hoch, dass es schwierig ist ohne in Gänsekot zu treten, die Wiese zu überqueren oder sich dort nieder zu lassen.
Kiosk, kaufen Erfrischungen, wie viele andere Ostparkbesucher oder Anwohner auch und beschließen den Spaziergang mit einer Wildsaat im ehemaligen botanischen Garten frühzeitig nach ca. 3,5 Stunden.

Abschlussgang durch Ostendstraße; Containersiedlung, Hanghäuser, ehemalige Brauerei, Danziger Platz.
Das obere Ostend wird aktuell verdichtet. Neue Mietshäuser entstehen („Wohnen am Park“). Innerhalb der letzten 10-15 Jahren „Generationenwechsel“, Verjüngung…

Spaziergang No. 3 Solmspark

"Sucher"

Dritter Spaziergang 12. April 2015

Wie immer wieder nach Ostern aus der Presse zu entnehmen ist, verbleiben tausende von Ostereiern in ihren Verstecken.

Ob diese die Presseartikel der Wahrheit entsprechen haben wir im Solmspark in Rödelheim untersucht.
Nicht wenig überrascht waren wir über die vielen Menschen, die, manchmal getarnt, manchmal ganz offen, suchend durch den Park geschlendert sind. Ja, wir waren nicht die Einzigen. Wahrscheinlich ist es ein "Volksspaß" geworden.

Die Fragen, die wir uns gestellt haben: Was passiert mit den vergessenen Ostereiern? Schlüpfen Hasen oder kleine Schuhe? Können wir eindeutig beantworten, die werden gegessen.

Kurz vor Spaziergangsbeginn wurde uns zugetragen, dass ein goldenes Ei verloren gegangen sei und im Solmspark liegen solle – vielleicht waren auch deswegen so viele "Sucher" unterwegs.

Gefunden haben wir 28 Eier. Eines mit der Aufschrift: frohe Ostern von deiner Tante Emma von 1986. Ein anderes mit dem Hinweis: Ich habe Eier Allergie. Einige Eier lagen im ehemaligen Schlossgraben. Andere hingen an Bäumen oder Büschen.

Der Coup war, dass wir das goldene Ei gefunden haben…
Im Nachhinein stellt sich uns die Frage: Wurden wir verarscht?

Libido Ei
...dickes Ei

Spaziergang No. 2 Berkersheim...

Berkersheim, Harheim, Bonames

Sonntagmittag: Nass-Kalt. Überqueren die Nidda und gehen durch das Dorf Harheim. Sehen eine Hofruine. Abstecher auf die Bonifaziusroute. In einer kleinen Kapelle sehen wir eine pummelige, kleine, hübsche Madonna.

Kommen an einem Bauernhof, einem Kosmetiksalon und einem Neubau vorbei. Gehen ein Stück an der Eschbach entlang und holen uns Erfrischungen an einem tollen Wasserhäuschen. Verlassen Harheim.

Überqueren weite Felder mit Sicht auf Bonames. Weit draußen ist der Fernsehturm zu sehen. Es geht über Feldwege nach Bonames. Blick auf den Taunus. Laufen durch Bonames (die Altstadt), erstaunlich, dass wir hier in Frankfurt sind - der Ort erinnert an einen Weinort...
Dann, Neubaugebiet und Hochhauskulisse, dazwischen Felder.

Pause am alten Flughafen Bonames.

Weiter geht es den Weg entlang der Nidda, Richtung Berkersheim, das etwas erhöht liegt. Zwischen Nidda und Ort liegen Koppeln, Felder und Gärten. Biegen ab, unter der S Bahnstrecke, den Berg hoch auf die Kirche zu...
Verschachtelte Wohnhäuser, ehemalige Bauernhöfe, Obstbäume. Nach 5 Stunden strammen Gehen, haben wir den Kreis geschlossen.

Spaziergang No. 1/2015 Europaturm und Römerstadt

Strecke

Start am Fernsehturm (genannt auch der Ginnheimer Spargel).
Über die Wilhelm Epstein Straße, die auch Sonntags stark befahren ist, dann durchs Grüne - Ginnheimer Wäldchen. Unter der Rosa Luxemburgstraße durch, über die Brücke und die Nied Wiesen zur Römerstadt.

Quer durch die Siedlung, die immer noch Überraschend ist, ging es über die Nied Wiesen zur Siedlung Höhenblick.
Passage und Blick auf: Villa E. May und Villa Elsaesser.

Zurück gingen wir den Höhenweg bis Ginnheim und im Zickzack zurück zum Fernsehturm.

Fazit: Spektakulär ...

Betonpracht
TürinTürinTür
der Weg
Überblick
am Rand
Römerstadt Detail
Römerstadt
Blick nach Ginnheim
Übergang
Niddacker
Villa e. May
Taunusblick
Randweg
Wohnhaus
Villa Elsässer
Ginnheim
Das Ende

Spaziergänge 2014

7. Spaziergang am Sonntag 23.11.14

Wir waren mit "Hirondelle" in Rödelheim spazieren und haben einen Blick in den Jüdischen Friedhof geworfen.

6. Spaziergang "Der Bogen"

Sonntag 14. September 2014

... so weit unsere Füße tragen...

Wir fahren mit der Tram 18 von der Konsti nach Preungesheim, Gravensteiner - Platz. Von dort spazieren wir auf einem langen Weg durch den Wasserpark und Nebenstraßen über die Friedberger Warte und zurück zur Konstablerwache.

 

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5. Spaziergang Westhafen Ffm.

Hbf Suedseite
niemand hat die Absicht...
Fabrikbild
Rotterdamer Werft
die Mole

Vom Teppichhändler zum Jachthafen - quer durch den Westhafen.

Betrachtungen im Gutleutviertel und dem ehemaligen Westhafen am 20. August.

Wetterlage: 34 Grad, Schwül, leichter Wind, Mischhimmel.
Start: Südseite Hbf. Ffm. Mannheimer Straße. Fernbus Bewegungen, Anreise-, Abreisebetrieb. Div. Händlergruppen.
Fokus Kaugummiapparat und eine Lederjacke im Tunnelgang.

Der Weg: über die Mannheimer an einem Mauersatz vorbei, am Behördenzentrum vorbei (kurzer Austausch über Charakter und die ästhetische Erscheinung des Gebäudekomplexes).
Weiter geht es in die Hardenberg und über den Schönplatz mit 2 Kiosken und sommerlichem Straßenbetrieb der Anwohner. Wir erfahren:“ "Hier habe ich mal gewohnt, das war früher auch so…“."
Mit Blick in die Hinterhöfe geht es in die Gutleut. Wir gehen in der sengenden Sonne. Mainova Land. Aufgeschütteter Kohleberg, Transportbänderbrücken, Rohre und Leitungen. Wir steuern zur Erholung in den Sommerhoff Park, den wir sehr Empfehlen.

Nach einiger Zeit und einigen Gesprächen über die Geschichte des Tanzes, den Veranstaltungen hier im Park und Erinnerungen an..., geht es mit einer Theorie im Kopf (die Moortänze) wieder auf die Gutleut.

Wir gehen durch die Zanderstraße – es fängt an, maritim zu werden und mit Blick in die Speicherstraße (hier waren noch bis zu Anfang der 90ziger Teppichhändler, Import Export und Partys zu erleben) laufen wir durch den Bachforellen Weg und Pausieren auf einer Bank. Blick auf den kleinen Jachthafen, der eher eine Kracht ist.

Import Export gibt es hier nicht mehr, dafür Gastronomie, Wasserfreizeit und Immobilienhandel.

Weiter geht es über den Flusskrebs Steg, wir betrachten die Fachwerkgebäude uns gegenüber. Das eine Gebäude mit tragendem Fachwerk, das andere Gebäude als Fachwerkfassade.

Wir gehen an einem Rohbau vorbei, sieht aus als wäre ein Investor abgesprungen, bis zur Rotterdamer Werft Spitze.
Pause am Wasser. Jetzt beschäftigen wir uns mit der Geschichte des Westhafens. Einige Leute verbringen hier, bei leichtem Lüftchen, ihren Sonntag mit Grillen, Angeln und verschiedenen Spielen.
Möwen, Seeluft.

Wir gehen über den Karpfen Weg, die Westhafen Brücke, die Speicherstraße und durch die Schleussenstraße (WG Anekdote) wieder auf die Gutleut. Dann durch die Stuttgarter und Pforzheimer in die Karlsruher, wir beenden den Spaziergang im Café von Hannelore Kraus (Campanile).

Die ersten Tropfen fallen vom Himmel.

Dérive SI - Spaziergang im Juni 2014

"Die Poesie des städtischen Details #2, mit der Lupe auf allen Vieren durch die Stadt"

Mit der Lupe vor den Augen auf allen Vieren, robbend, kriechend oder liegend den Blick auf die Details am Boden gerichtet durch die Gegend ziehen. Abstrakte Kunst- und Bildwelten auf dem Boden entdecken. Mit dem großen Zeh sehen.
Die Stadt, ein Füllhorn aller Epochen der Kunst – ein einzigartiges, riesengroßes Readymade.

Handlung und Zustand

Frottagen der Straße (Strukturen, Abrisse, Formen, Stempel…).
Hilfsmittel: Papier, Kohlestift, Grafitstift.

Detailbetrachtungen 1: Kleintiere, Flechten, Nieten, Asphaltfalten und -wellen, Löcher, Wucherungen, Unebenheiten, Grünwuchs, Moos, Gegenstände.
Hilfsmittel: Lupe.

Detailbetrachtungen 2. Kleinfeuerstellen (Miniaturbrand), das Auge im Zeh. Siehe Detailbetrachtung 1.
Hilfsmittel: Fotoapparat.

Miniatur Experimente (kleine Lagerfeuer, Anzünder, Rauchentwicklung).
Hilfsmittel: Lupe, Sonne.

Körperliche und Geistige Aneignung kleinster Umgebungseinheiten.

Dieser Spaziergang ist jeder Zeit an jedem Ort auf kurzer Strecke wiederholbar.

kleine Auswahl von Details des Spazierganges

Lupe01
Strassendetail02
Intervention
der Zeh am Knie
Lagerfeuer
Readymade
Form
Lupe
TraumFigur und Frottage
spontan Ausstellung

Bürostadt Niederrad

Olivetti Gebaeude - Egon Eiermann
Fassade
Kunst am Bau (Wandbild)
Niederrad
Heimatsiedlung
Galopp Rennbahn

Start: Lyoner Straße. Wir gehen zu den Olivetti Türmen. 1968-72 erbaut, 57 Meter hoch.
Olivetti Gebäude von Egon Eiermann (1904-1970), war ein deutscher Architekt, Möbeldesigner und Hochschullehrer. Er gilt als einer der bedeutendsten deutschen Architekten der Nachkriegsmoderne...)

Andere Gebäude von E. Eiermann in Frankfurt: Versandhaus Neckermann, Hanauer Landstr. 1958 - '61. Bürogebäude Hochtief AG (abgerissen) von 1966-68.

Bürostadt Niederrad allgemein: von '68 bis in die 2000er Jahre entstanden, als Erscheinung einzigartig in Deutschland.
(Interessante Studie zum Gebiet Bürostadt Niederrad: www.uni-stuttgart.de/si/orl/ORL_lehre/dipl/dipl_binkele_niederrad.pdf.)

Niederrad allgemein: Entstand im Hochmittelalter, 1900 Eingemeindung Frankfurt.

Die Lyonerstr. geht es bis zur Goldsteinstr. (Rechts einbiegen). Wohnhäuser zum Teil erbaut zwischen 1904 1906.

Wir gehen bis Melibocusstraße. Siedlung Bruchfelsstraße (Zickzackhausen) erbaut 1926/27. Erweiterungen in den 50ziger und 60ziger Jahren.
Von der Melibocusstr. biegen wir eine kurze Strecke in die Adolf Mirsch Straße und gehen rechts in die Grünanlage (Rudolf Menzer Anlage benannt nach SPD Politiker 1904 -1991).
Wir bleiben am Rand der Anlage und gehen von dort in die Herbert Böhm Straße und befinden uns in der Adolf Miersch Siedlung (erbaut 1956-1965 auf dem ehemaligen Weinberggelände. Carl von Weinberg - 1861 in Frankfurt am Main; 1943, er war ein deutscher Kaufmann, Unternehmer, Stifter und…).
Wir überqueren die Gerauer Straße (Wohnhäuser zum Teil zwischen 1904 – 1905 erbaut).
Wir biegen in die Günther Str. und in die Waldstr.. Die gehen wir rechts bis zur Rennbahnstraße.
Wir laufen um die Rennbahn. Die Rennbahn wurde 1864/65 erbaut auf eine Initiative des Rheinischen Rennvereins hin nach dem Vorbild der Pariser Rennbahn in Vincennes, dem Hippodrôme de Vincennes.
(Das Waldstadion, ganz in der Nähe, wurde 1925 eröffnet, einschließlich der Verlängerung der Straßenbahnlinie bis zum Stadion).
Weiter geht es in Richtung Niederräder Str.. Wir überqueren die Kennedy Allee.
Jetzt gehen wir in die "Bürgerwiesen" und schauen uns die Hügelgräber an.
Nun gehen wir wieder Richtung Niederräder Straße und biegen in die Humperdinck Straße (Villenviertel benannt nach Engelbert Humperdinck 1854 - 1921 Komponist der Spätromantik, lehrte in Ffm.). Diese Str. laufen wir entlang, vorbei an dem Luderbach und am Bundesamt für Kartografie.
Wir überqueren die Richard Strauß Allee und kommen in die Heimat Siedlung. Heimat Siedlung: Erbaut 1927 - 1930. Die Siedlung wurde unter dem damaligen Baudezernten Ernst May und H. Boehm nach Entwürfen von F. Roeckle errichtet und ist Teil eines der umfangreichsten Bauprogramme der Weimarer Republik.

Wir spazieren durch die Siedlung über den Heimat Ring bis Stresemann Allee (S Bahn Haltestelle). Dann laufen wir in die Straßheimer Str., überqueren die Kennedy Allee, (einige Gebäude zwischen 1902 und 1920 erbaut).
Wir laufen über die Paul Ehrlich Str. (Gebäude zwischen 1902 und 1904 erbaut) in die Vogelweidstr. (Nr. 19 von 1899).
Wir stoßen auf die Gartenstraße (seitlich der Uniklinik, Verwaltungsgebäude der Uniklinik Theodor Stern Kai von 1912).
Der Spaziergang ist zu Ende.

Auf der Suche nach dem Ruf-Offenbachs

Schule mit Ruf.
Eine Gelegenheit

Wie immer sind wir dem sehenswert Unspektakulärem auf der Spur.

Thema: Auf der Suche nach dem "Ruf-Offenbach".
So manches hört man von, aus und über Offenbach, aber sieht man es, schmeckt man es oder nimmt man es tatsächlich irgendwie wahr? Gibt es das „Ruf-Offenbach“ überhaupt (noch)?

Oder wie Kurt Mati meinte: "Wo kämen wir hin, wenn jeder sagte, wo kämen wir hin und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen."

Den Ruf Offenbachs haben wir gehört und sind ihm auf folgender Strecke gefolgt: Von der Offenbacher Stadtgrenze am Dreieichpark vorbei, unter den Bahngleisen durch, zum alten Manroland Gelände, von dem nicht mehr viel übrig ist, auf der Waldstraße wieder Richtung Main und dann am Main entlang zum Hafen2.

 

Aber, den "Ruf" Offenbachs wurde Offenbach nicht gerecht, dabei sind wir durch Gegenden gelaufen die den "Ruf" hätten bestätigen können ...

 

Die Assoziationen einer Spaziergängerin: Sind wir hier in Dresden? Kassel? Berlin? Köln? Oder doch in Rotterdam?

verlorener Ruf.
das fragt man sich oft.
Carwash Mitte.
Wohngebiet.

Mummenschanz im Februar

Blick über die Grüne Sosse Felder
Blick Grüne Sosse Felder - Ostend
Über Oberrad
Tellersiedlung Ernst May

Die Strecke...

... von der Honsellbrücke über Oberrad und die Grüne Soße Felder zum Goetheturm.
(Die Honsellbrücke entstand im Zuge des Hafenbaus ab 1908 und wurde 1912 eingeweiht. Die Brücke ist nach dem Wasserbauingenieur Max Honsell benannt.
Die neue Osthafenbrücke wurde als Stabbogenbrücke, mit einfach gekreuzten Hängern – eine sogenannte Nielsen-Brücke – ausgeführt. Ausgeführt von: Frankfurter Architekten: Ferdinand Heide BDA gemeinsam mit den Bauingenieuren BGS Ingenieurgesellschaft für Bau- und Verkehrswesen mbH, jetzt Grontmij GmbH.

Schon in den ersten Ausbauplänen des Osthafens Anfang des 20. Jahrhunderts war eine Brücke über den Main geplant, die aber nie errichtet wurde.)

 

Weiter über den Bärengarten (Grüne Soße Acker). Hier steht seit 2007 das Grüne Soße Denkmal von Olga Schulz. Standort: Kochstraße, Ecke Speckgasse, am Rande der Kräuterfelder.
Dann Speckgasse, dann Kochstraße bis Wellengasse, dann ein Stück über die Offenbacher Landstraße zum Marktplatz Oberrad.

 

Kiosk Erfrischungspause - (leider gibt es dort keinen mehr).

 

Dann weiter über die Buchrain Straße bis zum Waldfriedhof.

Hier empfiehlt sich ein Seitenschlenker in die "Tellersiedlung" (Bauhaussiedlung von Ernst May).

Dann durch den Waldfriedhof auf den Beckerweg.

Dann irgendwann scharf nach Rechts zur Goetheruh, dann weiter bis zum Goetheturm.

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2013

Grabskulptur
Stadtwald
Jacobsweg

 

Hauptfriedhof Frankfurt.

 

 

 

 

 

"Betreutes Fahren - vom Wäldches zum Lemp".
"Für mich war das betreute Fahren, das Entdecken der Landschaft im Vorbeihuschen, der sterilen Neubauten und Viertel am Rade der Stadt, des alten Flugplatzes und die Gespräche in der Krebsmühle ein total gelungener Sonntagnachmittag. Wir werden diese Art des Spaziergangs bestimmt mal wiederholen." (Mitfahrerin).

 

 

"Nahsicht und Fernblick". Von der Eissporthalle ca. 5 km über den Fernhandels - und Jacobsweg, vorbei am Sausee und durch das Naturschutzgebiet. 80 Höhenmeter in Richtung Lohrberg und über den Lohrberg in den Huthpark. Fünf Stunden Nahsicht und Fernblick, je nach dem wohin geschaut wurde.

 

 

Sommerspaziergang im Stadtwald.

 

 

 

Azorentief Wildsaat im Anlagenring. Seit etwa 10 Jahren sät die Projektgruppe "Wildsaat" in Frankfurt 2 -3 mal im Jahr. Die Teilnehmer bleiben anonym - der Höhepunkt der Maisaat war das Anlegen der Currywiese. Wir freuen uns auf eine ertragreiche Ernte.

 

 

Frühlingslust. Gutleut, Gallus, Europaviertel.

 

 

Ostansichten. Das städtische Detail

 

 

 

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